Warren Baverstock, Aquarium Manager im Burj Al Arab

Am 16. Juni, dem «World Turtle Day», wird die Jumeirah-Gruppe aus Dubai 101 Hawsbill-Schildkröten in die Freiheit entlassen. Ein rosser Tag für diese am meisten gefährdeten aller Meeresschildkröten – und für Warren Baverstock, den Aquarium Operation Manager.

Diese drei Arbeitsplätze sind Warren Baverstock ans Herz gewachsen: das Aquarium des Luxushotels Burj Al Arab in Dubai, das Aquarium des Restaurants Marina im Jumeirah Beach Hotel und das Dubai Turtle Rehabilitation Project in Mina A’Salam, Madinat Jumeirah, ebenfalls in Dubai. Baverstock ist verantwortlich

dafür, dass an diesen Riesenaquarien und im Schildkröten-Rehabilisierungszentrum nicht nur für das Wohl der Lebewesen gesorgt wird, sondern auch, dass sie nach neuesten Erkenntnissen geführt und ausgestattet

sind. Sein Arbeitstag ist denn auch spannend und ausgefüllt. Nach seiner Ankunft im weltbekannten Burj Al Arab macht er als Erstes einen Rundgang, kontrolliert sämtliche Einrichtungen und sieht nach den Tieren. Spezielle Beachtung finden dabei jene Tiere, die sich noch in Quarantäne befinden und in den nächsten  Tagen den Aquarien zugeführt werden sollen. Mit besonderer Hingabe und viel Energie kümmert er sich aber um sein Schildkröten-Rehabilisierungszentrum. Nach dem Kontrollgang bespricht er sich mit seinem Team. Es werden technische Aspekte, das Befinden der Tiere wie auch Projekte in Zusammenhang mit den Lebewesen diskutiert. Dabei ist vor allem das Wasser, ihre natürliche Umgebung, wichtig, das sich in einwandfreier Qualität zeigen soll.

Interview mit Monty Python – Baverstock erledigt administrative Arbeiten und beaufsichtigt die Fütterung der Tiere. So oft es geht, beobachtet er sie, um so auch weitere Erkenntnisse über sie zu sammeln. Und wenn immer es die Zeit zulässt, taucht er selber in die Aquarien ein und beteillgt sich an der Fütterung. So gesellt er sich besonders

gerne zu den Leopard-Haifischen, den Buckelkopf-Lippenfischen und den Moränen. Jeden Abend, bevor er nach Hause geht, macht er nochmals einen Kontrollgang. Ein unvergesslicher Arbeitstag war jener,

als er vom englischen Komödianten und Reisejournalisten Michael Palin im Burj al Arab interviewt wurde. Er werde nie vergessen, wie sie sich das erste Mal begegnet seien: «Michael, I’m a big fan», habe er zu Palin gesagt. Und dieser habe sein «Monty Python face» aufgesetzt und erwidert: «Yes, you are!» – bezugnehmend auf den Grössenunterschied der beiden. Palin ist 177 Zentimeter gross, Baverstock 198 Zentimeter. Die Liebe zum Wasser und seinen Lebewesen übernahm er von seinem Vater. Dieser habe ihn schon als Bub ins Moorland bei Devon in Grossbritannien mitgenommen. Und seit er zu einem Geburtstag einen Schnorchel

und eine Maske bekommen habe, sei es sein Bubentraum gewesen, später einmal den Leuten über Wasser zeigen zu können, was es unter Wasser so alles zu entdecken gibt. Als er dann auch Tauchen lernte, war klar: Die Wasserwelt war seine. Seine Arbeit in Dubai fasziniert ihn. In den nächsten drei Jahren will er zahlreiche Renovationen und Verbesserungen vornehmen und sich noch weiter für das childkrötenzentrum

einsetzen. In diesem Rehabilisationszentrum werden Schildkröten, die verletzt oder ausgestossen wurden, wieder aufgepäppelt und wenn immer möglich wieder in die Freiheit entlassen. Baverstock wird auch verantwortlich sein für das Schildkrötenprojekt, das die Jumeirah-Gruppe in ihrem neuen Hotel auf den Malediven umsetzen will. Wie viel ihm diese Tiere bedeuten, unterstreicht er mit seinen Aktivitäten im Rehabilisierungsprogramm, das auf den beiden Internetseiten http://www.facebook.com/turtle.rehabilitation und

http://www.dubaiturtles.com dokumentiert ist. Gibt es etwas, das er an seiner Arbeit nicht liebt? «Nein, eigentlich nicht – ausser dass ich gerne Verstärkung bei den administrativen Aufgaben hätte. Ich bin nicht unbedingt

ein Büromensch.» In seiner Freizeit widmet sich Warren Baverstock der Unterwasserfotografie. Er möchte in Dubai eine Gemeinschaft von Unterwasserfotografen aufbauen. Seit zehn Jahren wohnt er nunmehr in Dubai. Das Einzige, das er vermisse, seien Flüsse und Bäche, umgeben von grünem Gras und saftigen Bäumen. Dabei geniesst er wiederum das Leben in Dubai mit seinen ganz anderen Schönheiten.

EIN TAG IM LEBEN – Von Emil Hager

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